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Gedrehte Massivgleitlager und Messingbuchsen
Gedrehte Massivgleitlager aus Vollmessing mit eingedrehten Ölnuten gefertigt

Gleitlager aus dem Produktbereich Gedrehte Massivgleitlager sind aus Vollmessing mit eingedrehten Ölnuten gefertigt. Durch ihre größere Belastbarkeit, längere Lebensdauer und höhere Basishärte kommen diese Gleitlager vorwiegend bei geringen Geschwindigkeiten zum Einsatz.

Dazu zählen zum Beispiel Anwendungen in Getrieben, Auslegern oder Greifarmen.

Haben Sie einen Bedarf an Gleitleisten? Bitte kontaktieren Sie uns. Wir unterbreiten Ihnen gerne unser Angebot.

Übersicht

Profil Bezeichnung Basismaterial Dichte Basis Härte
HB
Dehnung
%
Fließgrenze
N/mm2
Zugfestigkeit
N/mm2
LUMET-1U CuZn24Al6 / CuZn25Al6Mn4Fe3 8.0 >210 >12 >450 >750
LUMET-1U SH1 CuSn5Pb5Zn5 8.9 >70 >15 >90 >200
LUMET-1U SH2 CuAl10Ni5Fe5 7.8 >150 >10 >260 >600
LUMET-1U SH3 CuSn12 8.9 >95 >8 >150 >260
LUMET-1U SH4 CuSn10Pb10 8.9 >75 >8 >100 >210
LUMET-1U SH5 CuZn25Al6Fe3Mn4 8.0 >250 >8 >450 >800

Beschreibung Gedrehte Massivgleitlager

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U sind aus Vollmessing, mit eingedrehten Ölnuten gefertigt. Durch die höhere Belastbarkeit, guter Korrosionsbeständigkeit, längere Lebensdauer und höhere Basishärte kommen Gedrehte Massivgleitlager vorwiegend bei geringen Geschwindigkeiten zum Einsatz.

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U SH1

LUMET 1U-SH1 bietet als CuSn5Pb5Zn5-Legierung sehr gute Ein- und Notlaufeigenschaften sowie hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit. Sie eignet sich für mittlere Belastungen bei niedrigen bis mittleren Gleitgeschwindigkeiten und wird häufig im allgemeinen Maschinenbau für Gleitlager unter mittleren Drücken eingesetzt.

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U SH2

Bei LUMET 1U-SH2 handelt es sich um eine Aluminiumbronze CuAl10Ni5Fe5 mit sehr hoher Festigkeit, ausgezeichneter Ermüdungs- und Korrosionsbeständigkeit sowie guter Wärmeleitfähigkeit. Sie ist für hochbelastete Gleitlager prädestiniert und wird bevorzugt in Pumpen, im Schiffsbau sowie in Offshore- und Marine-Anwendungen eingesetzt.

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U SH3

LUMET 1U-SH3 ist eine Zinnbronze CuSn12, die durch eine ausgewogene Kombination aus Festigkeit und Zähigkeit überzeugt. Sie bietet gute Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit
sowie zuverlässige Notlaufeigenschaften und eignet sich für statische wie wechselnde Belastungen, etwa in Hydraulik-, Maschinenbau- und Agraranwendungen.

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U SH4

Ist eine Zinn-Blei-Bronze CuSn10Pb10 mit ausgeprägten Notlaufeigenschaften und sehr gutem Gleitverhalten auch bei unzureichender Schmierung. Die Legierung zeigt geringe Neigung zu Fressen oder Kaltverschweißen, verfügt über hohe Dämpfungseigenschaften und eignet sich besonders für stoßbelastete Lager, oszillierende Bewegungen sowie Anwendungen in Bau- und Fördermaschinen.

Gedrehte Massivgleitlager LUMET-1U SH5

LUMET 1U-SH5 ist eine hochfeste Aluminium-Mangan- Bronze CuZn25Al6Fe3Mn4, die durch außergewöhnliche Festigkeit und Härte auch unter extremen Belastungen überzeugt. Sie bietet hervorragende Korrosionsbeständigkeit selbst in Meerwasser sowie hohe Resistenz gegen Kavitation und Erosion. Einsatzbereiche sind Schwerlastlager, Propellerbuchsen und stark beanspruchte Offshore-Komponenten.

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F.A.Q. - häufig gestellte Fragen

Was sind die Vorteile von gedrehten Massivgleitlagern?

Hohe Tragfähigkeit und extrem belastbar.
Massivgleitlager sind für extreme Kräfte ausgelegt und halten hohen Radial- und Axiallasten stand, ohne sich zu verformen. Besonders geeignet für Schwerlastanwendungen wie Pressen, Baumaschinen oder Turbinen.

Langlebig und widerstandsfähig.
Lange Lebensdauer, da sie aus einem Stück gefräst werden (Bronze, Messing oder Bimetall). Auch unter kontinuierlicher Belastung bleibt ihre Funktion zuverlässig erhalten.

Keine Nachschmierung.
Selbstschmierende Varianten mit Graphit oder MoS₂ benötigen keine Nachschmierung.

Unempfindlich gegenüber Stößen, Schlägen und Vibrationen.
Massivgleitlager sind – im Gegensatz zu Wälzlagern – bruchsicher und widerstandsfähig, auch bei plötzlichen Lastspitzen (besonders von Vorteil im Bergbau, Bauwesen und der Schwerindustrie).

Hoch beständig gegenüber Umwelteinflüssen.
Schmutz, Feuchtigkeit und extreme Temperaturen machen dem gedrehten Massivgleitlager nicht aus. Es funktioniert zuverlässig, auch in den anspruchsvollsten Umgebungen wie Offshore-Anlagen, Stahlwerken oder Kraftwerken.

Gleichmäßiges Laufverhalten und geringe Reibung.
Sie speziell bearbeiteten Gleitflächen sorgen für einen ruhigen und stabilen Betrieb ohne Stick-Slip-Effekt.

Wie unterscheiden sich gerollte Trockengleitlager von gedrehten Massivgleitlagern?

Gerollte Gleitlager sind leichter und platzsparender. Sie bestehen aus einem dünnwandigen, gewalzten Metallband mit einer reibungsarmen Gleitschicht (z. B. PTFE oder POM).
  • Leicht und schmal mit Wandstärke von 1 bis 2,5 mm: nehmen wenig Platz ein, damit für enge Einbauverhältnisse oder Projekte geeignet, in denen das Gesamtgewicht gering gehalten werden muss.
  • Reagieren schneller auf Bewegungen und sind damit für dynamische Anwendungen besonders geeignet.
  • Nicht für extreme Lasten geeignet: bei zu hoher Belastung können sich gerollte Trockengleitlager schnell verformen.
  • Wärmeableitung ist begrenzt.

Gedrehte Massivgleitlager sind robust und auch bei extremen Belastungen langlebig. Sie werden aus einem vollen Materialblock (meist Bronze oder Stahl) herausgedreht und sind dadurch wesentlich stabiler als ihre gerollten Pendants.

  • Hochbelastbar, auch bei extremen Lasten und Druckverhältnissen.
  • Sehr gute Wärmeleitfähigkeit.
  • Verformungsresistent
  • Lange Lebensdauer
  • Schwerer und massiver, sie brauchen mehr Platz

Welche Schmierstoffe für gedrehte Massivgleitlager?

Wenn es um die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit eines gedrehten Massivgleitlagers geht, geht es auch um die Art der Schmierung.

Es gibt grundsätzlich 2 große Kategorien: Öl- oder Fettschmierung für klassische Massivgleitlager, und Festschmierstoffe für wartungsfreie Lösungen.

Öl- oder Fettschmierung für klassische gedrehte Massivgleitlager
Bei kontinuierlicher Bewegung mit mittlerer bis hoher Gleitgeschwindigkeit.

  • Verringert die Reibung
  • Schützt vor Verschleiß
  • Leitet Wärme ab
  • Beugt Korrosion vor

Wann ist eine flüssige Schmierung problematisch?

  • Wenn das Lager schlecht zugänglich
  • In staubigen oder schmutzigen Umgebungen.
  • Bei sehr hohen Temperaturen (über 200 °C).

Hier macht die Öl- oder Fettschmierung von gedrehten Massivgleitlagern Sinn:

  • Hydraulikanlagen (bei kontinuierlicher Bewegung)
  • Führungen in Werkzeugmaschinen (für präzise Bewegungen)
  • Automobiltechnik (insbesondere in Gelenken und Fahrwerkskomponenten)

Festschmierstoff-Gleitlager.
Diese Gleitlager sind mit Materialien wie Graphit, Molybdändisulfid (MoS₂) oder PTFE imprägniert und haben eine selbstschmierende Oberfläche.

  • Wartungsfrei und für extreme Bedingungen geeignetà kein Nachschmieren notwendig!
  • Hält extrem hohen Temperaturen stand (bis zu über 300 °C)
  • Widerstandsfähig gegen Staub, Schmutz und Wasser
  • Sehr robust bei hoher Last

Wann sind Festschmierstoffe nicht ideal?

  • Bei sehr hohen Gleitgeschwindigkeiten (Schmierfilm regeneriert sich nicht so schnell wie Öl)
  • Wenn zusätzliche Wärmeableitung nötig ist (Festschmierstoffe haben keine Kühlwirkung)
  • Bei sehr feinen, hochpräzisen Bewegungen (Festschmierstoffe bieten nicht immer eine gleichmäßige Reibung)

Typische Anwendungen für Festschmierstoff-Gleitlager:

  • Bergbauanlagen (bei Schmutz und Staub)
  • Offshore-Industrie (Festschmierstoffe werden nicht ausgewaschen)

Hochtemperaturanlagen (etwa in Kraftwerken, Stahlwerken oder Glasherstellung)

Welche Wellenrauheit bei gedrehten Massivgleitlagern?

Die Oberfläche der Welle, auf der das gedrehte Massivgleitlager läuft, beeinflusst direkt den Reibungswiderstand, den Abrieb und die Standzeit des Lagers. In anderen Worten: Eine zu raue Oberfläche kann den Gleitbelag des Lagers beschädigen, während eine zu glatte Oberfläche den Schmierfilm nicht halten kann.

Empfohlene Wellenrauheit für gedrehte Massivgleitlager:

Ra ≤ 0,4 µm

Zu raue Oberflächen (>0,8 µm) führen zu erhöhtem Verschleiß, weil sich die mikroskopischen Spitzen der Wellenstruktur in das Lager einarbeiten. Zu glatte Oberflächen (<0,1 µm) können dazu führen, dass das Lager "klebt" und kein gleichmäßiger Schmierfilm aufgebaut wird (der sog. Stick-Slip-Effekt).

Welche Passung für gedrehte Massivgleitlager?

Gedrehte Massivgleitlager funktionieren am besten, wenn sie weder zu locker noch zu stramm sitzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Spielpassung (wenn das Lager sich leicht bewegen soll) und Presspassung (wenn es sicher fixiert sein muss).

Standard-Passung von gedrehten Massivgleitlagern für die meisten Anwendungen:

Gehäusebohrung: H7 → Das Lager sitzt sicher im Gehäuse, ohne zu locker oder zu stramm zu sein.
Wellenpassung: f7 → Die Welle kann sich ohne übermäßige Reibung im Lager bewegen.

Wann braucht man eine Spielpassung für das gedrehte Massivgleitlager?

Eine Spielpassung ist dann sinnvoll, wenn das Lager ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit haben soll.

  • Bei thermischer Ausdehnung (wegen Ausdehnung bei hohen Temperaturen)
  • Bei hoher Gleitgeschwindigkeit (sonst ggf. Wärmestau)
  • Für präzise, aber leicht bewegliche Lagerstellen (hier besonders bei feinmechanischen Anwendungen / Maschinen mit sehr geringen Kräften für bessere Gleitfähigkeit)

Für Anwendungsgebiete wie:

  • Turbinen oder Werkzeugmaschinen (Hochgeschwindigkeiten)
  • Anwendungen mit starken Temperaturschwankungen.
  • Lagerstellen, die sich mit der Zeit leicht anpassen müssen.

Wann ist eine Presspassung des gedrehten Massivgleitlagers die bessere Wahl?

Manche Anwendungen erfordern, dass das gedrehte Massivlager bombenfest sitzt. Zum Beispiel, wenn es hohen Kräfte oder Stoßbelastungen ausgesetzt ist.

  • Bei sehr hohen Lasten (damit das Lager unter Belastung nicht verrutscht oder sich lockert)
  • Wenn große Kräfte auf das gedrehte Massivgleitlager Lager wirken (z.B. in hydraulischen Systemen oder Baumaschinen)
  • Bei starken Vibrationen und Stoßbelastungen (Damit sich das gedrehte Massivgleitlager mit der Zeit nicht löst.

Presspassungen kommen zum Einsatz bei:

  • Schwerlastmaschinen, Kräne und Bagger.
  • Hochdruck-Hydrauliksysteme.
  • Lagerstellen mit ständig wechselnden Belastungen.

Wann sind gedrehte Massivgleitlager besser als Wälzlager?

Beide Lagerarten haben ihre Stärken und Schwächen – die eine ist nicht per se besser als die andere. Es kommt darauf an, welche Anforderungen die Lagerstelle erfüllen soll.

Bei hohen Lasten, rauen Umgebungen oder Stoßbelastungen, haben gedrehte Massivgleitlager deutliche Vorteile. Wälzlager hingegen sind bei hohen Drehzahlen, wo es darum geht, eine möglichst geringe Reibung zu haben, die bessere Wahl.

  • Perfekt für hohe Lasten und langsame Bewegungen.
    Massivgleitlager halten extreme Kräfte aus, ohne dass sich die Lagerstruktur verändert. Besonders in Pressen, Turbinen, Baumaschinen oder Hebeanlagen sind sie die Nummer 1, weil sie problemlos hohe Flächenpressungen aushalten können.
  • Unempfindlich gegenüber Stößen und Vibrationen.
    Während Wälzlager durch plötzliche Belastung schnell beschädigt werden können (z. B. Risse oder auch Brüche in den Wälzkörpern), sind Massivgleitlager sehr robust und widerstandsfähig gegenüber Schlägen. Das macht sie besonders in der Schwerindustrie, im Bergbau oder auch in Hydraulikanlagen beliebt.
  • Wartungsarm – oder sogar wartungsfrei.
    Viele selbstschmierende Varianten von gedrehten Massivgleitlagern (z. B. mit Graphit oder MoS₂) benötigen keine zusätzliche Schmierung.
  • Längere Lebensdauer, auch in rauen Umgebungen.
    Wälzlager sind empfindlich gegenüber Schmutz, Wasser oder Staub, weil diese in die Lager hineinwandern und dort ggf. Schäden verursachen. Hier liegen die gedrehten Massivgleitlager vorne: weil sie keine offenen Wälzkörper haben, können diese auch nicht verunreinigt werden.

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