Statische Dichtungen

Eine statische Dichtung ist ein universeller Dichtring, der durch einfache Montage, geringen Platzbedarf und vielfältige Einsetzbarkeit überzeugt und deshalb sehr häufig eingesetzt wird. ttv gewährleistet, dass dieser scheinbar einfache Dichtungsring mit größter Sorgfalt produziert wird.

Dichtungen von ttv zeichnen sich immer durch höchsten technischen Standard und optimierte Materialien aus, denn als Spezialist für Gummidichtungen wissen wir, worauf es bei der Herstellung einer Dichtung ankommt.

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Statische Dichtungen



Allgemeines

Wenn abzudichtende Maschinenelemente sich nicht relativ zueinander bewegen, wird von statischer oder ruhender Abdichtung gesprochen.

Zur Abdichtung solcher ruhender Maschinenelemente ist der O-Ring bestens geeignet.

Sofern der Einbauraum sachgemäß ausgeführt, der richtige Werkstoff ausgewählt und die Anwendung konstruktiv richtig ist, können mit O-Ringen Drücke bis zu 900 bar abgedichtet werden.

Bei einer statischen Dichtung kann es auch zu problematischen Konstellationen kommen, für diese dann zusätzlich Stützringe zu verwenden sind.

Axiale Verformung

Bei Deckel- und Flanschabdichtungen, bei der es zu einer axialen Verformung des O-Ring kommt, wird hauptsächlich die Rechtecknut angewendet.

Hier sollte beim Einbau auf ein exaktes Anliegen des O-Rings an der druckabgewandten Seite der Nut geachtet werden.

Nur so lässt sich vermeiden, dass sich der O-Ring bei Druckbeaufschlagung oder anschwellendem

Druck in der Nut bewegt.

Denn eine solche Bewegung bewirkt eine Stauchung und eine überlagerte Dehnung des O-Rings, was die Ermüdung oder den vorzeitigen Verschleiß des Werkstoffes nach sich zieht.

Wird die Druckrichtung beachtet, kann ein Verdrehen und damit die Zerstörung der Oberfläche des O-Rings vermieden werden.

Bei Druck von innen

Der Außendurchmesser des O-Rings soll am Außendurchmesser der Nut anliegen oder bis maximal 4% größer gewählt werden (Stauchung des O-Rings).

Bei Druck von außen

Der Innendurchmesser des O-Rings soll am Innendurchmesser der Nut anliegen oder um bis maximal 5% kleiner gewählt werden (Dehnung des O-Rings).

Um zu verhindern, dass der Spalt zwischen den Dichtflächen bei großen Drücken die zulässige Größe überschreitet und dadurch der O-Ring herausgequetscht werden könnte, sollte beim axialen Einbau auf kräftige Deckel-Verschraubungen geachtet werden.

Vakuumabdichtung

Ist der abzudichtende Systemdruck niedriger als der Atmosphärendruck (patm = 1,01325 bar), spricht man von Vakuumabdichtung.

Bei dieser Sonderform der statischen O-Ring-Abdichtung müssen – entgegen den allgemeinen Einbaurichtlinien für statische O-Ring-Abdichtungen – nachfolgende Empfehlungen berücksichtigt werden:

  • Der Querschnitt des O-Rings sollte um ca. 30% verpresst werden.
  • Der verpresste O-Ring sollte die Nut zu fast 100% ausfüllen. Das bewirkt größere Kontaktflächen und eine höhere Durchdringzeit durch den Elastomerwerkstoff.
  • Um die Leckagerate zu verringern, sollte Vakuumfett eingesetzt werden.
  • Die Oberflächengüte von Dichtflächen und Nut sollten hier deutlich besser sein als bei statischen Standardabdichtungen. Der Traganteil (tp) sollte mehr als 50% betragen.
  • Für Standardanwendungen empfiehlt ttv Fluor-Kautschuk oder einen ähnlichen Elastomerwerkstoff mit geringer Durchlässigkeit, guter Gasverträglichkeit und einem niedrigen Druckverformungsrest.
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    Das Gegenteil der statischen Dichtungen, zu denen auch die X-Ringe, Verschlusskappen und Usit-Ringe gehören. bilden die sogenannten dynamischen Dichtungen.